Facharzt-Weiterbildung in der Ammerland-Klinik
Der Weg zur Fachärztin bzw. zum Facharzt ist eine spannende und anspruchsvolle Zeit, in der fundiertes Wissen, praktische Erfahrung und persönliche Entwicklung eng miteinander verbunden sind.
Unsere Fachbereiche bieten strukturierte und praxisnahe Weiterbildungskonzepte für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte auf dem Weg zur Fachärztin/zum Facharzt. Dabei verbinden wir fundierte theoretische Kenntnisse mit praktischer Erfahrung und einer schrittweisen Übernahme von Verantwortung. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen stehen dabei als Ansprechpersonen und Mentoren zur Seite.
Untenstehend stellen die einzelnen Fachbereiche ihre individuellen Weiterbildungskonzepte und Entwicklungsmöglichkeiten vor.
Weiterbildungsmöglichkeiten in den medizinischen Bereichen
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Allgemeinmedizin
Weiterbildungscurriculum Allgemeinmedizin
Zielsetzung für die Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin
Der 12-monatiger Abschnitt in der Inneren Medizin soll die für die hausärztliche Tätigkeit besonders relevanten Kompetenzen systematisch vermitteln: Akutversorgung, Diagnostik häufiger internistischer Krankheitsbilder, Betreuung multimorbider und chronisch kranker Menschen sowie sichere Indikationsstellung zur stationären Weiterbehandlung. Das Curriculum ist rotationsbasiert und modular aufgebaut.
Didaktische Prinzipien
- Gewährleistung eines stufenweisen Kompetenzerwerbs über festgelegte modulare Ausbildungsabschnitte in Basiskompetenzen, Notfallmedizin und Funktionsdiagnostik
- Rotationen innerhalb des Hauses, Kooperation mit der angegliederten Praxis für Nephrologie und der pulmologisch-diabetologischen Schwerpunktstation des Bundeswehrkrankenhaus Westerstede
- Entwicklungsgespräche und Kompetenzkontrollen durch die Weiterbildungsermächtigten
- Verzahnung von Stationsdienst und Ausbildungszeit durch stundenweise Teilnahme an Funktionsdiagnostik
- Strukturierte Einarbeitung auf der Notfallaufnahme, Teilnahme an den Vordergrunddiensten nach Erlangung der Dienstreife
- Strukturierte Fortbildung (internes Fortbildungsprogramm im Rahmen der Frühbesprechungen, Teilnahme am Tumorboard und Heartteamsitzungen, EKG-Kurse, vollständige Kostenübernahme externer Fortbildungen)
Organisationsstruktur in der Klinik und Verantwortlichkeit für die Weiterbildung
- Weiterbildungsbeauftragte Prof. Dr. Matthias J. Bahr (Innere Medizin und Gastroenterologie), Dres. Christian Neufert und Meint Klugkist (Innere Medizin und Kardiologie) sowie FTLA Dr. Klaas Oltmanns (Innere Medizin, Pneumologie und Diabetologie am Bundeskrankhaus Westerstede) als Verantwortliche für die strukturierte Vermittlung der Weiterbildungsinhalte und für die Sicherstellung der hierzu erforderlichen personellen und apparativen Ressourcen
- Personaloberärztin Kirsten Münz (Innere Medizin und Kardiologie) und Personaloberarzt Dr. Frederik Brinkmann (Innere Medizin und Gastroenterologie) als Rotationsverantwortliche in Abstimmung mit den Dienstplanschreibenden aus dem Assistentenpool
Curriculum Allgemeinmedizin (12 Monate) an der Ammerland-Klinik Westerstede
Die 12monatige Weiterbildungsphase im Rahmen des Weiterbildungscurriculums ermöglicht den breitgefächerten Erwerb diagnostischer und therapeutischer Kompetenzen, die sichere Einschätzung häufiger Krankheitsbilder und qualifiziert zur Niederlassung als Ärztin/ Arzt für Allgemeinmedizin. Seitens der weiterbildungsermächtigten Ärzte wird wegen des großen Anteils internistischer Krankheitsbilder innerhalb eines durchschnittlichen hausärztlichen Patientenkollektivs ein längerer z.B. 24monatiger stationärer internistischer Weiterbildungszeitraum befürwortet. Eine Weiterbildungsdauer von weniger als 12 Monaten ist mit der strukturierten Vermittlung der erforderlichen Ausbildungsinhalte nur schwer vereinbar und kann nur in begründeten Ausnahmefällen akzeptiert werden.
Modularer Ausbildungsweg
Die Ausbildung ist modular aufgebaut und wird fortlaufend von Ausbildern und ÄiW reevaluiert. Der nachfolgend skizzierte Ausbildungsweg stellt somit eine Orientierungshilfe dar. Abweichungen sind auf Basis individueller Absprachen möglich, sofern das Erreichen aller Ausbildungsziele und –zeiten sichergestellt ist. Sollte seitens der ÄiW eine mehr als 12monatiger Weiterbildungsdauer in der stationären Inneren Medizin gewünscht werden, erfolgt eine individualisierte Anpassung der Ausbildungsabschnitte. Nach einer 3monatigen Einarbeitungsphase auf einer der Normalstationen (Ausbildungsabschnitt 1) erfolgt der 3monatige Einsatz in der Klinik für Notfall- und Akutmedizin mit der Teilnahme von Spät-, Nacht- und Wochenenddiensten nach Erlangung der Dienstreife (Ausbildungsabschnitt 2). Es schließen sich zwei weitere 3monatige Weiterbildungsabschnitte auf den Normalstationen an (Ausbildungsabschnitt 3 und 4). Die Zuordnung zu den Fachstationen in den Ausbildungsabschnitten 1, 3 und 4 erfolgt abhängig von Bedarf und Verfügbarkeit. Das Durchlaufen aller an der Ammerland-Klinik vorgehaltener Subspezialierungen innerhalb der Inneren Medizin wird verbindlich zugesichert.
Ausbildungsabschnitt 1 (Monat 1-3): Normalstation
Ziel: ÄiW erlangen Sicherheit in Anamneseerhebung, körperlicher Untersuchung, Diagnostik-und Therapieplanung und in der strukturierten Versorgung stationärer Patientinnen und Patienten unter engmaschiger fachärztlicher Supervision
Entwicklungsschritte im Ausbildungsabschnitt 1
- Einstieg als Stationsärztin/-arzt mit einer 4 wöchigen Einarbeitungsphase begleitend zu einer Altassistentin/ einem Altassistenten mit sukzessiver Übernahme eines eigenen ggf. reduzierten Patientenkontingentes
- tägliche Visite und Fallbesprechung mit dem Pflegeteam, bettseitige Facharztvisiten (Chef- und Oberarztvisiten) mindestens zweimal wöchentlich, fachärztliche Fallbesprechung zu Beginn und Mitte jedes Arbeitstages
- Einarbeitung in internistische Prozeduren und Standardverfahren (Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale/parenterale Ernährung; Erstellung der Visitendokumentationen und Entlassbriefe, Kommunikation mit externen Ärztinnen und Ärzten sowie Angehörigen
- Einführung in Basisdiagnostik inkl. EKG-Kernkompetenzen und Ultraschall-Grundlagen durch Begleitung eigener Patientinnen und Patienten in die Funktionsdiagnostik
Ausbildungsabschnitt 2 (Monat 4-6): Akut- und Notfallmedizin, Ausbau diagnostische Basiskompetenzen
Ziel: ÄiW gewinnen Kompetenz und Sicherheit in der Akut- und Notfallmedizin. Fähigkeiten in der internistischen Funktionsdiagnostik werden konsolidiert und erweitert.
Entwicklungsschritte im Ausbildungsabschnitt 2
- Rotation auf die interdisziplinäre Notaufnahme unter kommissarischer Leitung von Dr. Kristian Keuch zur Ausbildung in der internistischen Primärversorgung akut erkrankter Patientinnen und Patienten unter fachärztlicher Supervision im Tagdienst.
- Individualisierte Freigabe zur Teilnahme an Wochenend-, Spät- und Nachdiensten durch die ausbildenden Ärztinnen und Ärzte nach Aneignung der hierzu erforderlichen Kompetenzen
Ausbildungsabschnitt 3 (Monat 7-9) und 4 (Monat 10-12): Normalstation, zunehmende Verantwortungsübernahme und Kompetenzausbau in der Funktionsdiagnostik
Ziel: Einblick und supervidierte Durchführung der gebietsbezogenen internistischen Funktionsdiagnostik sowie Erweiterung des eigenen klinischen Kompetenzspektrums mit zunehmender Übernahme von Eigenverantwortung durch die ÄiW
Entwicklungsschritte im Ausbildungsabschnitt 3
- Stationäre Betreuung über alle internistischen Bereiche mit Fokus auf medikamentöse Therapie, komplexe multimorbide Fälle und interdisziplinäre Indikationsstellung.
- In den vorangegangen Ausbildungsabschnitten erlernte diagnostische und therapeutische Prinzipien werden in eindeutigen Konstellation ohne oberärztliche Rücksprache angewandt.
- Ausarbeitung und Umsetzung auch komplexer diagnostischer und therapeutischer Konzepte unter fachärztlicher Supervision.
- Fallvorstellungen in Tumorboard und Heartteam
- Weiterer Ausbau der Fähigkeiten in den sonographischen, duplexsonographischen und elektrokardiographischen Funktionsdiagnostik, Erlernung endoskopischer Untersuchungsmethoden, Organpunktionen, hierzu Einteilung zu wochenweisen Weiterbildungsabschnitten und Teilnahme an externen Kursen
Zielniveau bei Abschluss des 12monatigen Ausbildungsabschnittes
Allgemeine ärztliche Komptenzen
- Vollständige internistische Anamnese [Selbstständig]
- Fokussierte Akutanamnese [Selbstständig]
- Kardiovaskuläre Untersuchung [Selbstständig]
- Pulmonale Untersuchung [Selbstständig]
- Abdominelle Untersuchung [Selbstständig]
- Neurologische Basisuntersuchung [Unter Supervision bis selbstständig]
- Beurteilung von Volumenstatus und peripheren Ödemen [Selbstständig]
- Geriatrische Basisbeurteilung [Unter Supervision bis selbstständig]
Kommunikation und Organisation
- Strukturierte Übergabe [Selbstständig]
- Patienten- und Angehörigengespräch [Selbstständig bei Standardsituationen]
- Aufklärung über Diagnostik und Therapie [Unter Supervision bis selbstständig]
- Interprofessionelle Zusammenarbeit [Selbstständig]
- Entlassungsmanagement [Selbstständig]
- Erstellung eines strukturierten Arztbriefs [Selbstständig]
- Umgang mit Beschwerden und Konflikten [Unter Supervision bis selbstständig]
- Besprechung von Therapiezielen [Unter Supervision]
Diagnostik
- 12-Kanal-EKG systematisch beurteilen [Selbstständig bei häufigen Befunden]
- LZ-RR-Messung [selbstständig] und LZ-EKG-Ableitung [Selbstständig bei häufigen Befunden]
- Belastungs-EKG [Selbstständig bei häufigen Befunden]
- Blutgasanalyse interpretieren [Selbstständig bei Basisbefunden]
- Laborbefunde problemorientiert einordnen [Selbstständig]
- Nierenfunktion und Elektrolyte beurteilen [Selbstständig]
- Leber- und Cholestaseparameter interpretieren [Selbstständig bei häufigen Mustern]
- Thoraxröntgen in Grundzügen beurteilen [Unter Supervision bis selbstständig]
- Abdomensonografie und Schilddrüsensonographie [Unter Supervision]
- Echokardiografische und duplexsonograhische Basisbefunde einordnen, selbstständige Basisuntersuchung [Unter Supervision]
- Kompressionssonographie [Unter Supervision]
- Spirometrie in Grundzügen interpretieren [Unter Supervision bis selbstständig]
- Indikation für CT, MRT und Endoskopie stellen, Kenntnis von Möglichkeiten und Limitationen der Methoden [Unter Supervision bis selbstständig]
Behandlungskompetenzen
- Initiale Behandlung der akuten Herzinsuffizienz [Unter Supervision bis selbstständig]
- Behandlung von COPD- und Asthmaexazerbationen [Selbstständig bei unkompliziertem Verlauf]
- Initiale Sepsisversorgung [Selbstständig nach lokalem Standard]
- Behandlung der Hypo- und Hyperglykämie [Selbstständig bei unkomplizierten Verlauf]
- Initiale Versorgung bei Anaphylaxie [Selbstständig nach Notfallstandard]
- Initiale Versorgung bei gastrointestinaler Blutung [Unter Supervision]
- Antikoagulationsmanagement [Unter Supervision bis selbstständig bei Standardsituationen]
- Flüssigkeits- und Elektrolyttherapie [Unter Supervision bis selbstständig]
- Reanimation [Selbstständig im Team nach aktuellem Standard]
- Indikation zur Intensivversorgung [Unter Supervision bis selbstständig]
- Verabreichnung von parenteralen Therapien einschließlich Blutprodukten [Unter Supervision bis selbstständig]
- medikamentöse Behandlung von Infektionserkrankungen [Unter Supervision bis selbstständig]
- Einstellung kardiovaskulärer Risikofaktoren (aHT, Dyslipidämie, Raucherentwöhnung) [Unter Supervision bis selbstständig]
- Einstellung eines Diabetes mellitus, der Schilddrüsenfehlung und anderer endokrinologischer Erkrankungen [Unter Supervision bis selbstständig]
- medikamentöse Behandlung von Herzrhythmusstörungen [Unter Supervision bis selbstständig]
- medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz [Unter Supervision bis selbstständig]
- Behandlung von kardiovaskulären und peripheren vaskulären Erkrankungen [Unter Supervision bis selbstständig]
- Behandlung von nephrologischen Erkrankungen [Unter Supervision bis selbstständig]
- Behandlung von rheumatologischen Erkrankungen [Unter Supervision bis selbstständig]
- Behandlung von gastroenterologischen Erkrankungen [Unter Supervision bis selbstständig]
- Behandlung von onkologischen Erkrankungen [Unter Supervision bis selbstständig]
Entwicklungsgespräche & Kompetenzüberprüfung- zu Beginn jedes Ausbildungsabschnittes werden gemeinsam mit dem jeweiligen weiterbildungsberechtigen Arzt die konkreten Ausbildungsziele abhängig vom Kenntnisstand der ÄiW festgelegt und deren Erreichen nach Abschluss des Ausbildungsabschnittes gemeinsam evaluiert
- die Erlangung des Zielniveaus nach Abschluss des Ausbildungscurriculums wird in einem dokumentierten Abschlussgespräch mit den Weiterbildungsberechtigten überprüft, ggf. werden Konzepte zur Nachvermittlung von Ausbildungsinhalten erarbeitet
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Allgemein- und Viszeralchirurgie
Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für folgende Bereiche:
- Viszeralchirurgie
- spezielle Viszeralchirurgie
- Schwerpunkts Proktologie
- Wundexperten
Wir bieten eine strukturierte Weiterbildung durch ein auf Feedback und persönlichem Fortschritt basiertes von uns entwickeltes Curriculum. Das Dreisäulenprinzip besteht aus theoretischer Ausbildung innerhalb und außerhalb der Klinik, Trainingseinheiten im eignen Trainingslabor und operativer Ausbildung. Ein regelmäßiges Monitoring durch die Ausbilder der Klinik überwacht den Fortschritt und erstellt quartalsweise individuelle Empfehlungen und Weiterbildungspläne für jeden Weiterbildungsassistenten.
Bei bestehendem Interesse können Sie an wissenschaftliche Aktivitäten der Klinik wie Vorträge, Publikationen, Doktorarbeiten uvm. teilnehmen.
- Viszeralchirurgie
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Anästhesie
Die Weiterbildung im Rahmen der Anästhesie erfolgt zusammen mit dem Bundeswehrkrankenhaus (gemeinsame Abteilung am Klinikzentrum).
- Im Fachgebiet Anästhesiologie liegt eine volle Weiterbildungsermächtigung von 60 Monaten vor.
- Im Fachgebiet Intensivmedizin in dem Gebiet Anästhesiologie liegt eine volle Weiterbildungsermächtigung von 24 Monaten vor.
- Im Fachgebiet Spezielle Schmerztherapie liegt eine volle Weiterbildungsermächtigung von 12 Monaten vor.
Alle neuen Mitarbeiterinnen, sowohl der Bundeswehr als auch der Ammerland Klinik, werden durch Mentorinnen anhand eines definierten Kataloges und eines Logbuchs strukturiert eingearbeitet und weitergebildet. Die Teilnahme an Kursen zur Ultraschalldiagnostik ist ausdrücklich gewünscht und wird entsprechend gefördert.
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Frauenklinik
Auf dem Gebiet der Frauenheilkunde und Geburtshilfe liegt eine volle Weiterbildungsermächtigung (60 Monate) vor.
Facharztausbildung
Die Facharztausbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist eine der beliebtesten Weiterbildungen in der Medizin. Sie besteht aus den beiden Fachbereichen „Gynäkologie bzw. Frauenheilkunde“ und „Geburtshilfe“.
Curriculum für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte
Erstes Weiterbildungsjahr
- Beginn der Weiterbildung vornehmlich im Bereich der Geburtshilfe
- Integration in den Bereitschaftsdienst nach drei Monaten klinischer Tätigkeit
- CTG-Beurteilung, interne und externe Ausbildung
- Fetalblutanalyse
- Erheben geburtshilflicher Untersuchungsbefunde
- Ambulante und stationäre Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen
- Geburtshilfliche Visiten und geburtshilfliche Dokumentation
- Überwachung und Leitung von Spontangeburten
- Versorgung von Episiotomien und einfachen Geburtsverletzungen
- Erlernen der Erstversorgung von Neugeborenen
- Lokale und regionale Anästhesie in der Geburtshilfe
- Assistenz bei Sectiones
- Absolvierung eines Kurses zur geburtshilflichen und gynäkologischen Sonographie
Bevor die Teilnahme am Bereitschaftsdienst erfolgt, absolviert die Assistenzärztin bzw. der Assistenzarzt mindestens eine vierwöchige Tätigkeit im Bereich der Gynäkologie.
Zweites Weiterbildungsjahr
- Vertiefung der Ausbildungsinhalte des ersten Weiterbildungsjahres
- Wechsel in den Bereich der Gynäkologie
- Durchführung kleinerer gynäkologischer Eingriffe am äußeren und inneren Genital unter Anleitung (diagnostische Exzisionen, Hysteroskopien, Abrasiones, Konisationen, diagnostische Laparoskopie etc.)
- Assistenz bei vaginalen, abdominalen und laparoskopischen Operationen
- Durchführung der primären Sectio
- Sechsmonatige Weiterbildung im Brustzentrum (Senologie l)
Drittes Weiterbildungsjahr
- Vertiefung der Ausbildungsinhalte des zweiten Weiterbildungsjahres
- Assistenz und selbstständige Durchführung auch größerer vaginaler, abdominaler und laparoskopischer Eingriffe
- Assistenz bei Eingriffen mit höherem Schwierigkeitsgrad und bei komplexen Operationen
- Erlernen der Grundlagen der gebietsbezogenen Therapie gynäkologischer Malignome, einschließlich der Indikationsstellung zur Strahlentherapie und Chemotherapie
- Urogynäkologische Funktionsdiagnostik, konservative und operative Behandlung der weiblichen Harninkontinenz und des Descensus
- Vorbereitung des Tumorboards
- Qualitätssicherung in Gynäkologie und Geburtshilfe
- Ärztliche Dokumentation
Viertes Weiterbildungsjahr
- Vertiefung der Ausbildungsinhalte des dritten Weiterbildungsjahres
- Sechsmonatige Weiterbildung im Brustzentrum (Senologie ll)
- Selbstständige Durchführung auch größerer vaginaler, abdominaler und laparoskopischer Operationen
- Assistenz bei komplexen Eingriffen (Erste Assistenz sowie erste und zweite Assistenz)
- Erlernen von Grundlagen der Endokrinologie und der Reproduktionsmedizin
- Geburtsbetreuung auch bei Risikogeburten und Mitwirkung bei geburtshilflichen Eingriffen höheren Schwierigkeitsgrades
- Erkennen und Behandeln geburtshilflicher Komplikationen
- Absolvierung eines weiteren Weiterbildungskurses entsprechend Qualifikation, Einsatzbereich und Präferenz (Doppelsonographie, urogynäkologische Funktionsdiagnostik, Kolposkopie oder Mamma-Sonographie)
Fünftes Weiterbildungsjahr
- Vertiefung der Ausbildungsinhalte des vierten Weiterbildungsjahres
- Komplettierung des OP-Kataloges
- Selbstständige Durchführung größerer vaginaler, abdominaler und laparoskopischer Operationen
- Assistenz und Durchführung von Operationen auch höheren Schwierigkeitsgrades
- Absolvierung eines Kurses für Psychosomatik gemäß Weiterbildungsordnung
- Option einer Weiterbildung in einer gynäkologischen Schwerpunktpraxis
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Gefäß- und Thoraxchirurgie
- Im Fachgebiet Gefäßchirurgie liegt eine Weiterbildungsermächtigung von 48 Monaten vor.
- Im Fachgebiet Thoraxchirurgie liegt eine Weiterbildungsermächtigung von 24 Monaten vor.
Aufgrund stetig steigender Leistungszahlen im Fachgebiet Thoraxchirurgie, hat die Landesärztekammer der Sektion Thoraxchirurgie unter der Leitung von Dr. Carsten Vogel, innerhalb der Abteilung für Gefäß- und Thoraxchirurgie insg. 24 Monate Weiterbildungsberechtigung zum Thoraxchirurgen zugesprochen. Es können 2/3 einer kompletten Ausbildung zum Facharzt für Thoraxchirurgie in der Ammerland-Klinik erworben werden.
Grundlegend dafür war auch die chir. Ausrichtung auf minimal-invasive operative Techniken (i.e. Video assistierte Thorakoskopie (VATS),VATS-Lobektomie). Durch die Einführung der VATS-Lobektomie gehört die Ammerland-Klinik zu den 20-30% deutscher Kliniken mit modernsten operativen Standards in der onkolog. Lungenchirurgie.
Gemeinsam mit dem Bundeswehrkrankenhaus kann die Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie für 24 Monate durchgeführt werden.
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Innere Medizin
In der Klinik für Innere Medizin wird folgende Weiterbildung angeboten:
- Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin (gemeinsam mit Kardiologie und Bundeswehrkrankenhaus): 36 Monate
- Innere Medizin: 60 Monate
- Innere Medizin und Gastroenterologie: 36 Monate
Weiterbildungscurriculum Innere Medizin
Zielsetzung für die Weiterbildung im Fach Innere Medizin
Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) zur Fachärztin/zum Facharzt für Innere Medizin entwickeln über 60 Monate eine breitgefächerte theoretische und praktische internistische Erfahrung einschließlich der internistischen Notfallversorgung, Intensivmedizin und Funktionsdiagnostik. Diese versetzt sie in die Lage, selbständig und sicher zu entscheiden und zu handeln.
Die Qualifikation zur eigenverantwortlichen Tätigkeit in der fachinternistischen ambulanten oder stationären sowie in der hausärztlich internistischen Versorgung wird erworben.Auf Basis individueller Interessenschwerpunkte und Eignung wird gegebenenfalls eine Teilgebiets-Spezialisierung innerhalb des Fachbereiches Innere Medizin vorbereitet.Didaktische Prinzipien
- Stufenweiser Kompetenzerwerb über festgelegte modulare Ausbildungsabschnitte in Basiskompetenzen, Notfall- und Intensivmedizin, Funktionsdiagnostik und ggf. Vorbereitung einer Schwerpunktbezeichnung,
- Rotation zwischen den Bereichen der Ammerland Klinik (Normalstationen, Intensivstation, interdisziplinäre Notaufnahme), sowie Einbeziehung der Abteilung für Innere Medizin des Bundeswehrkrankenhauses Westerstede als Kooperationspartner,
- regelmäßige Entwicklungsgespräche und Kompetenzkontrollen durch die Weiterbildungsermächtigten,
- Verzahnung von Stationsdienst und Funktionsdiagnostik zur Gewährleistung eines umfassenden Kompetenzerwerbs,
- strukturierte Einarbeitung in Notfallaufnahme und Intensivstation zur Sicherstellung der Dienstreife,
- Teilnahme an Sitzungen von Röntgen-Demonstrationen, Tumorboard und Heartteam,
- weitere strukturierte theoretische und praktische Fortbildung (internes Fortbildungsprogramm, EKG-/Sonografie-Kurse, externe Fortbildungen mit Kostenübernahme).
Organisationsstruktur & Verantwortlichkeiten
- Weiterbildungsbeauftragte: Prof. Dr. Matthias J. Bahr (Innere Medizin und Gastroenterologie),Dr. Christian Neufert, Dr. Meint Klugkist (Innere Medizin und Kardiologie),Frau Anasthasia Dick, Dr. Sabine Bockelmann (Konservative Intensivmedizin) sowieFLA Dr. Klaas Oltmanns (Innere Medizin, Pneumologie und Diabetologie) alsKooperationspartner am Bundeskrankenhaus Westerstede.
- Die Weiterbildungsbeauftragten verantworten die strukturierte Vermittlung der Weiterbildungsinhalte. Sie stellen die erforderlichen personellen und apparativen Ressourcen sicher.
- Rotationsverantwortliche: Personaloberärztin Kirsten Münz (Innere Medizin und Kardiologie),Personaloberarzt Dr. Frederik Brinkmann (Innere Medizin und Gastroenterologie).
- Die Rotationsverantwortlichen planen in Abstimmung mit den Dienstplanschreibenden aus dem Assistentenpool die Rotationen der ÄiW.
Entwicklungsgespräche & Kompetenzüberprüfung
- Die Weiterbildungsbeauftragen stellen in regelmäßigen Entwicklungsgesprächen das Erreichen der Ausbildungsziele im jeweiligen Abschnitt sicher. Gemeinsam mit den ÄiW legen sie die weiteren Ausbildungsinhalte fest.
- In den ersten 6 Monaten sollen 3 Gespräche stattfinden.
- Weiterhin werden mindestens einmal jährlich Gespräche geführt.
Curriculum Innere Medizin (60 Monate) oder direkter Erwerb der Teilgebietsqualifikation (72 Monate)
Die sechzigmonatige Weiterbildungsphase zur Erlangung der Facharztbezeichnung Internistin/ Internist ermöglicht den breitgefächerten Erwerb diagnostischer und therapeutischer Kompetenzen und die sichere Einschätzung typischer und häufiger internistischer Krankheitsbilder.
Seitens der weiterbildungsermächtigten Ärzte wird der Erwerb der Facharztbezeichnung Internist/Internistin und ggf. eine anschließende Spezialisierung empfohlen. Dies ist aber keine unabdingbare Voraussetzung für ein Weiterbildungsangebot.Auch die direkte Teilgebiets-Spezialisierung nach dem sechsunddreißigmonatigen „Common Trunk“ innerhalb der Gastroenterologie oder der Kardiologie sind möglich.
Modularer Ausbildungsweg
Die Ausbildung ist modular aufgebaut. Sie wird in einem fortlaufenden Evaluationsprozess an die individuelle Vorkenntnisse, Bedarfe und Fähigkeiten der ÄiW angepasst. Der nachfolgend skizzierte Ausbildungsweg dient als Orientierungshilfe. Abweichungen auf Basis individueller Absprachen sind möglich, sofern das Erreichen der Ausbildungsziele und -zeiten sichergestellt ist.
ÄiW, die ihren gesamten Ausbildungsweg (60 Monate) an der Ammerland-Klinik absolvieren, rotieren auf die Intensivstation (6 Monate), die Aufnahmestation (6 Monate), in die kardiologische Fachabteilung, die gastroenterologisch-allgemeininternistische Fachabteilung sowie die pneumologisch-diabetologische Fachabteilung des Kooperationspartners Bundeswehrkrankenhaus Westerstede und erfüllen so die Anforderungen zur Prüfungsmeldung. Für ÄiW, die in fortgeschrittener Weiterbildung mit Vorkenntnissen an die Ammerland-Klinik wechseln, wird ein individueller Rotationsplan unter Berücksichtigung bereits durchlaufener Ausbildungsabschnitte erstellt.
Ausbildungsabschnitt 1 (Monat 1–12): Sicherheit im Stationsbetrieb
Ziel: ÄiW erlangen Sicherheit in Anamneseerhebung, körperlicher Untersuchung, Diagnostik- und Therapieplanung sowie in der strukturierten Versorgung stationärer Patientinnen und Patienten unter engmaschiger fachärztlicher Supervision.
Entwicklungsschritte im Ausbildungsabschnitt 1- Einarbeitung als Stationsärztin/-arzt mit einer 4-8wöchigen Phase begleitet von einer Altassistentin/einem Altassistenten mit sukzessiver Übernahme eines eigenen ggf. reduzierten Patientenkontingentes,
- tägliche Visite und Fallbesprechung mit dem Pflegeteam, bettseitige Facharztvisiten (Chef- und Oberarztvisiten) mindestens zweimal wöchentlich, fachärztliche Fallbesprechung zu Beginn und Mitte jedes Arbeitstages,
- Einarbeitung in internistische Prozeduren und Standardverfahren (z.B. Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale/parenterale Ernährung, Erstellung der Visitendokumentationen und Entlassbriefe, Kommunikation mit externen Ärztinnen und Ärzten sowie mit Angehörigen,
- Einführung in die Basisdiagnostik inkl. Labor, EKG-Kernkompetenzen und Ultraschall-Grundlagen durch Begleitung eigener Patientinnen und Patienten in die Funktionsdiagnostik.
Ausbildungsabschnitt 2 (Monat 13–24): Akut- und Notfallmedizin, Stationsdienst, Ausbau diagnostische Basiskompetenzen
Ziel: ÄiW gewinnen Kompetenz und Sicherheit in der Akut- und Notfallmedizin. Fähigkeiten in der internistischen Funktionsdiagnostik werden konsolidiert und erweitert.
Entwicklungsschritte im Ausbildungsabschnitt 2
- Rotation in die Interdisziplinäre Notaufnahme zur Ausbildung in der internistischen Primärversorgung akut erkrankter Patientinnen und Patienten unter fachärztlicher Supervision im Tagdienst,
- individualisierte Freigabe zur Teilnahme an Wochenend-, Spät- und Nachdiensten durch die ausbildenden Ärztinnen und Ärzte nach Sicherstellung der hierzu erforderlichen Kompetenzen,
- Ausbau des eigenständigen Arbeitens mit Entwicklung von Diagnostik- und Therapiekonzepten unter fachärztlicher Supervision auf den Normalstationen.
Ausbildungsabschnitt 3 (Monat 25–48): zunehmende Verantwortungsübernahme und Kompetenzausbau in der Funktionsdiagnostik, konservative Intensivmedizin
Ziel: Festigung der gebietsbezogenen internistischen Funktionsdiagnostik sowie Erweiterung des eigenen klinischen Kompetenzspektrums mit zunehmender Übernahme von Eigenverantwortung durch die ÄiW.
Entwicklungsschritte im Ausbildungsabschnitt 3
- Rotation auf die konservative Intensivstation (Leitung LOÄ Anasthasia Dick) für mindestens 6 Monate, strukturiertes Erlernen diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen unter fachärztlicher Supervision im Tagdienst,
- Freigabe für Wochenend-, Spät- und Nachtdienste nach Erwerb der hierfür erforderlichen Kompetenzen nach Einschätzung des ausbildenden Facharztteams,
- stationäre Betreuung über alle internistischen Bereiche mit Fokus auf medikamentöse Therapie, komplexe multimorbide Fälle und interdisziplinäre Indikationsstellung,
- in den vorangegangen Ausbildungsabschnitten erlernte diagnostische und therapeutische Prinzipien werden in eindeutigen Konstellation ohne oberärztliche Rücksprache angewandt,
- Ausarbeitung und Umsetzung auch komplexer diagnostischer und therapeutischer Konzepte unter fachärztlicher Supervision,
- Fallvorstellungen in Tumorboard und Heartteam,
- weiterer Ausbau der Fähigkeiten in der sonographischen, duplexsonographischen und elektrokardiographischen Funktionsdiagnostik, Erlernung endoskopischer Methoden, Organpunktionen, hierzu auch Teilnahme an externen Kursen.
Ausbildungsabschnitt 4 (Monat 49–60): Konsolidierung der erworbenen Fähigkeiten, eigenständige Fallverantwortung unter fachärztlicher Supervision, ggf. Vorbereitung einer Schwerpunktbezeichnung
Ziel: Erreichen der zur Prüfungsmeldung erforderlichen Untersuchungszahlen bereits mit Eintritt in den letzten Weiterbildungsabschnitt, Erfüllung des Facharztstandards mit sicherer Ausarbeitung leitlinienorientierter Konzepte, komplikationsbewusstes Arbeiten, sichere Dokumentation und Kommunikation.
Entwicklungsschritte im Ausbildungsabschnitt 4
- Weiterer Ausbau der Eigenverantwortung,
- ggf. bereits Einarbeitung in spezielle Untersuchungsverfahren eines angestrebten Schwerpunktes.
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Kardiologie
In der Klinik für Kardiologie wird folgende Weiterbildung angeboten:
- Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin (gemeinsam mit Bundeswehrkrankenhaus und Innere Medizin): 36 Monate
- Innere Medizin und Kardiologie: 36 Monate
Weiterbildungscurriculum Kardiologie
Zielsetzung der Weiterbildung im Fach Kardiologie
Die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) erwerben während des 36-monatigen Weiterbildungsabschnittes alle diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen, um sie zur eigenverantwortlichen Tätigkeit als Kardiologin oder Kardiologe zu befähigen. Gewährleistet wird dies durch ein modulares Weiterbildungscurriculum mit Rotationen in sämtliche Funktionsbereiche. Die Wichtung einzelner Ausbildungsinhalte erfolgt abhängig vom individuellen Karriereziel (konservative oder invasive Kardiologie, stationärer oder ambulanter Versorgungsbereich).
Organisationsstruktur in der Klinik und Verantwortlichkeit für die Weiterbildung
- Weiterbildungsbeauftragte: Dres. Christian Neufert und Meint Klugkist (Innere Medizin und Kardiologie), Frau Anasthasia Dick und Dr. Sabine Bockelmann (Konservative Intensivmedizin)
- Personaloberärztin Kirsten Münz (Innere Medizin und Kardiologie) als Verantwortlich für die Rotationsplanung
- Dr. Wolfgang Vocke (ltd. Arzt Elektrophysiologie) als Verantwortlicher für konservative und invasive elektrophysiologische Ausbildungsinhalte, Dr. Meint Klugkist (invasive Kardiologie) als Verantwortlicher für die Ausbildung im Herzkatheterlabor, Dr. Christian Neufert (Leiter Devicetherapie) als Verantwortlicher für die Ausbildung Devicetherapie, Kirsten Münz (Kardiologie) als Verantwortliche für Ausbildung konservative Kardiologie
- Die kardiologische Fachabteilung kooperiert eng mit dem Kardiologischen Zentrum Westerstede (z. Z. drei Fachärzte in ambulanter Tätigkeit, Teilnahme an den kardiologischen Hintergrunddiensten) und der Inneren Abteilung des Bundeswehrkrankenhauses Westerstede (z. Z. zwei Fachärzte für Kardiologie), Ermöglichung von Praxishospitationen bei Karriereziel im ambulanten Sektor
Entwicklungsgespräche & Kompetenzüberprüfung
Die Weiterbildungsbeauftragen stellen in regelmäßigen dokumentieren Entwicklungsgespräche das Erreichen der Ausbildungsziele im jeweiligen Abschnitt sicher und legen gemeinsam mit den ÄiW die weiteren Ausbildungsinhalte fest.
Modularer Ausbildungsweg
Die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für Kardiologie ist modular aufgebaut und soll den strukturierten Kompetenzerwerb auf allen konservativen und invasiven kardiologischen Feldern gewährleisten. ÄiW im Fach Kardiologie sollen während ihres 36-monatigen Weiterbildungsabschnittes zu gleichen Anteilen zur Stations-/Dienstbesetzung und zur Funktionsdiagnostik eingeteilt werden.Ausbildungsabschnitt 1 (Monat 1-6): Schwerpunkt konservative kardiologische Diagnostik
Ziel: Eigenverantwortliche Durchführung transthorakaler Echokardiographien und Duplexsonographien, fortgeschrittene Kompetenzen in der EKG-Befundung, Ausbildung in der transösophagealen Echokardiographie, Stressechokardiographie und konservativen Schrittmachertherapie, Kompetenzerwerb in radiologischen/nuklearmedizinischen Untersuchungsmethoden in Kooperation mit den entsprechenden Fachabteilungen.
- Weitgehend eigenverantwortliche Betreuung von stationären kardiologischen Patientinnen und Patienten auf der Normalstation, sichere Kenntnis und Anwendung aktueller Leitlinienempfehlungen, Indikationsstellung und Aufklärung für invasive kardiologische Eingriffe
- Sichere Erkennung lebensbedrohlicher kardiologischer Akuterkrankungen und Ableitung der richtigen Handlungskonsequenzen in oberärztlicher Abstimmung, Festigung und Erweiterung der Kompetenzen in der Diagnostik und Therapie schwer kranker kardiologischer Patientinnen und Patienten inklusive Behandlung des kardiogenen und obstruktiven Schocks, des akuten Myokardinfarktes, von Herzbeuteltamponaden und bedrohlichen Herzrhythmusstörungen
- Zunehmend eigenverantwortliche Durchführung duplexsonographischer und echokardiographischer kardiologischer Basisdiagnostik, oberärztliche Abstimmung bei unklaren oder kritischen Fällen
- Strukturierte Einarbeitung in die transösophageale Echokardiographie, eigenständige Durchführung unter oberärztlicher Supervision, Teilnahme an externen Fortbildungen
- Sichere Durchführung und Befundung von medikamentösen und physikalischen Stressechokardiographien und Spiroergometrien
- Schrittmacherabfragen und –programmierungen unter oberärztlicher Supervision, sichere leitliniengerechte Indikationsstellung und Umsetzung von Schrittmachertherapien, Teilnahme an externen Fortbildungen
- Hospitation bei in der Abteilung für Radiologie (Kardio-MRT und –CT) sowie der Abteilung für Nuklearmedizin (Stressszintigraphie), ggf. Teilnahme an externen Fortbildungen bei entsprechendem Interessenschwerpunkt
Ausbildungsabschnitt 2 (Monat 7-24): Schwerpunkt invasive kardiologische Diagnostik
Ziel: Festigung und Ausbau der konservativen diagnostischen Kompetenzen, Ausbildung in invasiver und operativer Diagnostik bzw. Therapie, eigenständige Patientenbetreuung.
- Weitgehend selbstständiges Arbeiten im Intensivdienst und auf der Normalstation, Erreichen von Facharztstandard mit Ende des zweiten Ausbildungsabschnittes
- Festigung und Ausbau der konservativen diagnostischen Ausbildungsinhalte
- Die Festlegung der invasiven und operativen Ausbildungsinhalte erfolgt individuell und berücksichtig Interessenschwerpunkte und Karriereziel
- Indikationsstellung und supervidierte Durchführung von Koronarangiographien, Mitwirkung von Schirmchenverschlüssen, konsequente Freistellung von anderen Aufgaben für Rechtsherzkatheteruntersuchungen, Teilnahme an externen Fortbildungen
- Indikationsstellung und Mitwirkung bei Schrittmacher- und Deviceoperationen aller Art, Teilnahme an externen Fortbildungen
- Indikationsstellung und Mitwirkung bei invasiven diagnostischen und therapeutischen elektrophysiologischen Prozeduren, ggf. Teilnahme an externen Fortbildungen bei entsprechendem Interessenschwerpunkt
Ausbildungsabschnitt 3 (Monat 25-36): Konsolidierung der Ausbildungsinhalte, PrüfungsvorbereitungZiel: Erreichen der zur Prüfungsmeldung erforderlichen Untersuchungszahlen bereits mit Eintritt in den letzten Ausbildungsabschnitt, Festigung und Ausbau der erworbenen Kompetenzen unter Berücksichtigung des angestrebten Karriereweges, Diskussion prüfungsrelevanter Inhalte.
- Selbstständiges Arbeiten im Intensivdienst und auf der Normalstation, sichere Kenntnis und Anwendung aktueller Leitlinienempfehlungen, Kenntnis der aktuellen Studienlage
- Festigung der interventionellen/ operativen Kompetenzen mit individueller Schwerpunktsetzung abhängig vom angestrebten Karriereweg
- Prüfungsvorbereitung durch leitlinienbasierte Fallbesprechungen
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Neurologie
In der Abteilung für Neurologie wird folgende Weiterbildung angeboten:
- Neurologie: 48 Monate
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Radiologie
Im Institut für Radiologie werden folgende Weiterbildungen (volle Weiterbildungsermächtigung) angeboten:
- Radiologie: 60 Monate
- Neuroradiologie: 12 Monate
Weiterbildungskonzept zum Facharzt für Radiologie
A. Allgemeine Bemerkungen
1. Weiterbildungsziel
Ziel der Weiterbildung ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte. Die im Konzept angegebenen Zeiträume der Weiterbildungsabschnitte beziehen sich auf eine hauptberufliche ganztägige Tätigkeit, bei Weiterbildung in Teilzeit verlängern sich die Abschnitte entsprechend.
Die Tätigkeit am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Ammerland-Klinik umfasst das komplette Weiterbildungscurriculum zum Facharzt für Radiologie.
Maßgebend für die Weiterbildung sind:
- die Weiterbildungsordnung für die Ärztinnen und Ärzte der Ärztekammer Niedersachsen in der jeweils gültigen Fassung
- die Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung der Ärztekammer des Landes Niedersachsen
Es soll mit dem Curriculum sichergestellt werden, dass sämtliche Weiterbildungsinhalte in der Weiterbildungszeit in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Ammerland-Klinik abgedeckt werden.
Im Einzelnen sind dies Fertigkeiten und Kenntnisse der:
1. Indikationsstellung der mit ionisierenden Strahlen und kernphysikalischen Verfahren zu untersuchenden Erkrankungen.
2. Radiologischen Untersuchungsverfahren mit ionisierenden Strahlen, einschließlich ihrer Befundung.
3. Magnetresonanzverfahren und Spektroskopie einschließlich ihrer Befundung.
4. Sonografie einschließlich ihrer Befundung.
5. Interventionell-radiologischen Verfahren auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit.
6. Analgesierungs- und Sedierungsmaßnahmen einschließlich der Behandlung akuter Schmerzzustände.
7. Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung.
8. Grundlagen der Strahlenbiologie und Strahlenphysik bei Anwendung ionisierender Strahlen am Menschen.
9. Physikalischen Grundlagen der Magnetresonanzverfahren und Biophysik einschließlich der Grundlagen der Patientenüberwachung sowie der Sicherheitsmaßnahmen für Patienten und Personal.
10. Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten und Personal einschließlich der Personalüberwachung sowie des baulichen apparativen Strahlenschutzes.
11. Fachspezifischen Gerätekunde.
Neben diesen oben erwähnten Inhalten beinhaltet die Weiterbildung unter Berücksichtigung der gebietsspezifischen Ausprägung auch den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrung und Fertigkeiten in folgenden Bereichen, die durch die Weiterbildungsbefugten im E-Logbuch testiert werden müssen.
- Ethische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen ärztlichen Handelns.
- Ärztliche Begutachtung.
- Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements.
- Ärztliche Gesprächsführung einschließlich Beratung von Angehörigen.
- Psychosomatische Grundlagen.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit.
- Ätiologie, Pathophysiologie und Pathogenese von Krankheiten.
- Aufklärung und Befunddokumentation.
- Labortechnisch gestützte Nachweisverfahren mit visueller und apparativer
- Auswertung (Basislabor).
- Medizinische Notfallsituationen.
- Impfwesen.
- Grundlagen der Pharmakotherapie einschließlich der Wechselwirkung der Arzneimittel und des Arzneimittelmissbrauchs.
- Allgemeine Schmerztherapie.
- Interdisziplinäre Indikationsstellung zur weiterführenden Diagnostik einschließlich der Differenzialindikation und Interpretation radiologischer Befunde in Zusammenhang mit gebietsbezogenen Fragestellungen.
- Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden.
- Psychosoziale, umweltbedingte und interkulturelle Einflüsse auf die Gesundheit.
- Gesundheitsökonomische Auswirkung ärztlichen Handelns.
- Strukturen des Gesundheitswesens.
2. Weiterbildungsverantwortliche
Frau Anika Wißmann und Herr Dr. med. Sebastian Simka
3. Weiterbildungsbefugnis
Die Chefärzte des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie sind gemeinsam ermächtigt zur Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie.
4. Weiterbildungsdokumentation
Sämtliche Untersuchungen und Befunde der Ärzte in Weiterbildung werden im Radiologie-Informations-System (RIS) der Klinik dokumentiert. Im Übrigen wird auf die Weiterbildungsordnung und die Dokumentation im E-Logbuch verwiesen.
5. Mitarbeitergespräche
Die/der Weiterbildungsverantwortliche führt mit den Ärzten in Weiterbildung jährlich mindestens ein ausführliches strukturiertes Gespräch, in dem der Stand der Weiterbildung beurteilt wird. Bestehende Defizite werden aufgezeigt. Der Inhalt des Gesprächs wird schriftlich/im E-Logbuch dokumentiert.
Dazu bereitet der Weiterzubildende eine Aufstellung über seine bisherige Weiterbildungszeit vor und lässt sich von der RIS-Administration ein Ausdruck über seine bisherigen Untersuchungs- und Behandlungszahlen geben. Diese werden dann einmal jährlich im Rahmen dieses Weiterbildungsgespräches vom Weiterbildungsbefugten im E-Logbuch testiert.
Es wird für das nächste Jahr besprochen, auf welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sich fokussiert werden soll.
Dementsprechend erfolgt dann die Einteilung in die einzelnen Funktionsbereiche bzw. ggf. eine externe Rotation.
Darüber hinaus stehen die Weiterbildungsverantwortlichen während der einzelnen Weiterbildungsabschnitte in ständigem Kontakt mit den Ärzten in Weiterbildung.
Damit wird das Ziel verfolgt, diese umfassenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Modalitäten der Radiologie erwerben.
B. Fachspezifische Weiterbildung
1. Vorbemerkung
Die fachspezifische Weiterbildung erfolgt einerseits theoretisch in strukturierten Veranstaltungen, andererseits praktisch an sämtlichen Arbeitsplätzen. Die Teilnahme an externen Weiterbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen ist für Ärzte in Weiterbildung – soweit es die sonstigen dienstlichen Verpflichtungen erlauben – obligatorisch und Bestandteil der Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie.
Eine regelmäßige Rotation in alle Bereiche der Radiologie im Rahmen der praktischen Weiterbildung ist gewährleistet. Dabei sind die Ärzte in Weiterbildung verpflichtet, sich ergänzend durch selbstständiges Literaturstudium die arbeitsplatzspezifischen Fachkenntnisse anzueignen. Sie werden hierbei von den Weiterbildungsverantwortlichen beraten.
In der Bibliothek des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie steht die aktuelle nationale und internationale Fachliteratur (z.T. digital) zur Verfügung.
Am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie stehen PC’s mit Internetzugang zur Verfügung, über die umfassende Literaturrecherchen (z.B. PubMed) durchgeführt werden können.
Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie verfügt ferner über ein großes digitales Lehrarchiv zu allen wichtigen Teilgebieten der Radiologie. Das Lehrarchiv wird ständig erweitert.
Für alle Untersuchungen sind Arbeits-, Verfahrens- und Dienstanweisungen formuliert. Untersuchungsprotokolle sind im Intranet und an den Arbeitsplätzen hinterlegt.
Die Teilnahme an Kenntniskursen, Grundkursen, Spezialkursen, Aktualisierungskursen etc. im Strahlenschutz ist Dienstpflicht. Dies gilt auch für den zügigen Erwerb der erforderlichen Fachkunde (Strahlenschutzkurse + Sachkunde).
2. Theoretische Weiterbildung
2.1 Intensives Studium der Fachliteratur
Neben der praktischen Ausbildung sind die Ärzte in Weiterbildung verpflichtet, sich durch ein intensives Studium der Fachliteratur das erforderliche Fachwissen zu erarbeiten, und zwar sowohl in den Grundlagenfächern und der Radioanatomie als auch in der Pathologie aller Subspezialitäten des Fachgebietes. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Erlernen der diagnostischen und differentialdiagnostischen Kriterien in den verschiedenen Untersuchungsverfahren.
Es wird erwartet, dass sich die Ärzte in Weiterbildung neben dem radiologischen Fachwissen parallel auch klinische Fachkenntnisse aneignen, da radiologische Befunde stets vor dem Hintergrund der klinischen Informationen gewertet werden müssen.
2.2 Regelmäßige Weiterbildungsveranstaltungen des Instituts
2.2.1 Morgenbesprechung
Montag bis Freitag
2.2.2 Fälle aus der Praxis und Training in der Differentialdiagnostik
Täglich
2.2.3 Befundbesprechung Radiographie
Täglich
2.2.4 Befundbesprechung (ACR, BIRADS) Mammographie
Täglich
2.2.5 Befundbesprechung CT
Täglich
2.2.6 Befundbesprechung MRT
Täglich
2.2.7 Chirurgisch-radiologische Konferenz
UCH/GCH Mo - Fr; ACH Mo, Di, Do, Fr
Die Ärzte in Weiterbildung sind eingeladen, an den interdisziplinär-radiologischen Fallkonferenzen und Tumorboards teilzunehmen, sofern dies dienstlich möglich ist.
2.2.8 Neuroradiologische Fallbesprechung
Mo-Fr
2.2.9 Interdisziplinäre Tumorboards
Wöchentlich mittwochs
2.2.10 Fortbildung in Strahlenphysik, Strahlenbiologie und Strahlenschutz
jährliche Unterweisung
2.2.11 Geräteeinweisung und Gerätekunde
Vor Beginn der Tätigkeit am jeweiligen Arbeitsplatz
2.2.12 Notfallmedizin und Reanimation mit Übungen am Phantom
Jährlich
2.2.13 Lehrsammlung und Lehrarchiv
Regelmäßiges Selbststudium
2.3 Kurse und Kongresse
Die Teilnahme der Ärzte in Weiterbildung an Kursen und Kongressen mit CME-Akkreditierung wird unterstützt.
Eine kleine Auswahl an entsprechenden Veranstaltungen umfasst unter anderem:
- Deutscher Röntgenkongress, Wiesbaden
- European Congress of Radiology, Wien
- Jahrestagung der Norddeutschen Röntgengesellschaften
- Röntgendiagnostische Fortbildung, Neuss
- Strahlenschutzkurse in der Ammerland-Klinik und umzu
Die Teilnahme an Kenntniskursen, Grundkursen, Spezialkursen, Aktualisierungskursen etc. im Strahlenschutz ist Dienstpflicht. Dies gilt auch für den zügigen Erwerb der erforderlichen Fachkunde (Strahlenschutzkurse + Sachkunde).
3. Praktische Weiterbildung
3.1 Vorbemerkungen
Die praktische Ausbildung während der vorgeschriebenen 60 fachspezifischen Weiterbildungsmonate erfolgt in Rotationen mit einem Rotationsintervall von 6 bis 12 Monaten. Die Arbeitsplatzzuteilungen berücksichtigen das Weiterbildungscurriculum, das Kompetenzniveau, die Wünsche der Mitarbeiter und die Anforderungen der Klinik. Die Arbeitsplatzzuordnung wird in einem Rotationsplan festgehalten.
Abhängig von internen Gegebenheiten (z.B. Urlaub, Krankheit) können einzelne Umorganisationen erforderlich werden; diese werden bei der wöchentlichen Arbeitsplatzeinteilung vorgenommen und in einem gesonderten Wochenarbeitsplan dokumentiert.
Zu den Inhalten der einzelnen praktischen Weiterbildungsabschnitten informiert detailliert unser Einarbeitungshandbuch (siehe Intranet).
3.2 Rotation
Die fachspezifische Rotation erfolgt modalitätenbezogen. Ein typisches Rotationscurriculum umfasst:
3.2.1 Radiographie und Fluoroskopie: 6 Monate
3.2.2 Computertomographie einschließlich Neuro-CT: 12-18 Monate
Nach Abschluss der 1. Phase sollte die Assistentin/der Assistent folgende Themengebiete erlernt haben:
- Erlernung der physikalischen Grundlagen der Bildgebungsmodalitäten Projektionsradiographie und CT.
- Besuch des 8-stündigen Unterweisungskurses im Strahlenschutz sowie des Grundkurses im Strahlenschutz und des Spezialkurses im Strahlenschutz bei der Untersuchung mit Röntgenstrahlen inkl. Spezialkurs Computertomographie.Die Kursgebühren trägt der Arbeitgeber in voller Höhe.
- Erlernen des Umgangs mit dem Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS), dem Klinikinformationssystem und Radiologieinformationssystem (KIS und RIS), sowie der Weiterverarbeitung von Rohdaten des Schockraum-CT.
- Erlernen der radiologischen Projektions- und Schnittbildanatomie im gesamten Körper. Einschlägige Literatur steht an den entsprechenden Arbeitsplätzen zur Verfügung.
- Erlernen der Patientenaufklärung für radiologische Untersuchungen inkl. der Aufklärung über etwaige Kontrastmittelapplikationen.
- Erlernen der Grundlagen der Kontrastmittelapplikation und deren Nebenwirkungen sowie der Behandlung von Kontrastmittelnebenwirkungen. Darüber hinaus sollte die regelmäßige Teilnahme an einem klinikinternen CPR-Training erfolgen.
- Erlernen der rechtfertigenden Indikation zur Anwendung von Röntgenstrahlen.
- Erfassung der klinischen Fragestellungen an die Radiologie und allgemeine Krankheitslehre.
- Erlernen der radiologischen Befundung und klinisch-radiologischen Interpretation.
3.2.3 Magnetresonanztomographie einschließlich Neuro-MRT: 12-18 Monate
Siehe Einarbeitungshandbuch (Intranet)
Auszug:
Hospitation MTRA-Team:
- An diesem Halbtag solltest Du Dich bzgl. der Gerätebedienung/-einsatz und Einrichtung einweisen lassen (einige Beispiele in der Tabelle)
- Gerätebedienung/-einsatz
- Begleitung bei Durchführung der Untersuchung (Vorbereitung der Patienten, Auswahl der Spulen, Planung der Sequenzen etc.)
- Vorsichtsmaßnahmen im MR-Raum
- Medikamente für Allergie etc.
- REA-Situation: Sauerstoff, Beutel, REA-Nr. 2222
Lernziele:
- MRT von Kopf bis Fuß, einschließlich MR-Angiographie
- Indikationsstellung
- Protokolle: Wo? Welche? Wann? (Intranet)
- Indikationsprüfung und Programmgestaltung (unter direkter Supervision vom FA)
- Unterschiede Programmgestaltung (z.B: MRT ambulant 4 Sequenzen, post-KM 2 Sequenzen; BG immer 5 Sequenzen)
- Kontraindikationen für MR-Untersuchung
- Triage (inkl. Notfallindikationen im Dienstbetrieb)
3.2.4 Mammographie: 6 Monate
Siehe Einarbeitungshandbuch (Intranet)
Auszug:
Hospitation MTRA-Team:
- Gerätebedienung/-einsatz
- Bedienung
- Einstellung CC und MLO
- Konventionelle Mammographie
- Tomosynthese
- Zusatzaufnahmen (streng seitlich, Kompressionsaufnahme, Cleopatra, Cleavage…) Dosis (planare Aufnahme, Tomosynthese, Spot)
Lernziele:
- Indikationsstellung (Diagnostische vs. Screening Mammographie, TripleDiagnostik (Tastbefund + Bildgebung (Mammo/Sono) + Biopsie)
- Abnahme Mammographieaufnahmen (in Rücksprache mit OÄ)
- Beurteilung Bildqualität (PGMI)
- Indikation zu Zusatzaufnahmen (in Rücksprache mit OÄ)
- Erwerb von praktischen Fähigkeiten in der Durchführung von Ultraschall der Mamma (nach Absprache Brustzentrum)
- Anmeldung von Folgeuntersuchungen/ -interventionen (MRM, Biopsie, Stereotaxie, Galaktographie)
Befundung:
- Standardbefundung nach BIRADS (Befundvorlage)
- Prinzip der Doppelbefundung
- Patientenkommunikation
- Wie übermittelt man schlechte Diagnosen?
- Wie übermittelt man unklare Diagnosen, die noch weitere Abklärung brauchen?
- US-gesteuerte Eingriffe (Brustzentrum)
- Materialkunde und -bedienung Vakuum-Biopsien, Clipmarkierung, Drahtmarkierung
- Patientenvorbereitung (Blutwerte, Medikamente etc.)
- Aufklärung (elektiv vs. Notfall)
- Planung (insb. Patientenlagerung, Zugangsweg)
- Steriles Arbeiten (SOP Hygiene Intranet)
- Zusammenarbeit Pathologie (Zyto etc.)
- Patienten-Nachbetreuung
- Präparatradiographie (immer zusammen mit OÄ)
- Strahlenschutz/Strahlendosen
3.2.5 Angiographie, Gefäßinterventionen, interventionelle/minimalinvasive Radiologie: 6-12 Monate
Details siehe Einarbeitungshandbuch (Intranet)
Auszug:
Hospitation MTRA-Team:
- Gerätebedienung/-einsatz
- Bedienung der Angiographieanlage
- Strahlenschutz im Raum
- Planung von Eingriffen (s.u.)
- Patientenlagerung
- Einrichtung
- Schürzen
- Interventionslager
- Medikamente für Allergie etc.
- REA-Situation: Sauerstoff, Beutel, AED, REA-Nr. 2222
Lernziele:
- sicher arteriell und venös punktieren
- periphere Standardeingriffe (Becken-Bein-Übersicht, Becken-Stent, PTA von Stenosen der Becken-Bein-Gefäße, Behandlung einfacher Verschlüsse) selbständig durchführen
- Teilnahme an der Gefässdemo (Mo-Fr 15:00 Uhr) und Shuntkonferenz alle 14 Tage (Mo 15:15 Uhr).
- Indikationsstellung
- Triage Interventionen
- Indikationsprüfung und Anmeldung (wer weist ambulante und stationäre Patienten zu?)
- Aufklärungen
- Patientenentlassung im Ambulanten OP-Zentrum (AOPZ)
- Interventionen:
- Thorakale Angiographien (Aorta, VCS, PA, BA)
- Abdominale/pelvine Angiographien
- Angiographie der oberen/ unteren Extremität
- TACE
- Embolisationen (Trauma, Tumorblutung)
- Neurointerventionen (Carotisstent, Thrombektomie, Coiling)
Materialkunde
- Zugangswege/ Punktionstechniken
- Schleusen, Katheter, Drähte
- Ballons, Stents Verschlusssysteme
- Embolisate: Partikel, Coils, Flüssigembolisate, Plugs
- Patientenvorbereitung (Blutwerte, Medikamente etc.)
- Aufklärung (elektiv vs. Notfall)
- Planung
- Einweisung Technik (Steuerung Fluoro)
- Steriles Arbeiten (SOP Hygiene im Intranet)
- Patienten-Nachbetreuung/ Visite
- Strahlenschutz/Strahlendosen
- Austausch/Befundbesprechung mit Zuweisenden
In dieser insgesamt 48-monatigen Zeit sollten Kernkompetenzen gemäß des EAR/ESR Curriculums in den verschiedenen großen Gebieten der Radiologie erworben werden. Im Einzelnen sind dies:
1. Krankheiten aus dem onkologischen Fachgebiet.
2. Krankheiten der Lunge.
3. Krankheiten des zentralen Nervensystems (ZNS).
4. Krankheiten des Kopf-/Halsbereiches.
5. Krankheiten des kardio-vaskulären Systems.
6. Krankheiten des gastro-intestinalen Systems.
7. Krankheiten aus dem gynäkologischen Fachgebiet.
8. Krankheiten des Muskulo-Skelettal-Systems.
9. Krankheiten des Urogenitalen Systems.
10. Krankheiten aus dem pädiatrischen Fachgebiet.
3.2.6 Sonographie einschließlich Farbduplexsonographie: 6 Monate
Hospitation in der Klinik für Gefäßchirurgie bzw. Innere Medizin der Ammerland-Klinik
Details siehe Hospitationsvereinbarungen GCH und INN im Anhang des WB-Konzeptes
Lernziele:
Indikationsstellung und PatientenselektionKenntnisse in diagnostischer Sonographie und verschiedenen Punktionstechniken
Durchführung Standarduntersuchungen (Sono Abdomen inkl. KM-Sonographie, Sono Schilddrüse, Sono Lymphknoten, sonographisch gesteuerte Punktionen)
Durchführung Duplexsonographie der extracraniellen hirnversorgenden Gefäße, der extremitätenver- und -entsorgenden Gefäße, der Gefäße des Abdomens und Retroperitoneums.
3.2.7 Wiederholung bzw. Vertiefung individueller Schwerpunkte: 6-12 Monate
Abschließend soll der Weiterzubildende in der 3.Weiterbildungsphase die Möglichkeit haben, noch vorhandene Kenntnislücken hinsichtlich der Facharztreife individuell zu schließen und sich auf die Facharztprüfung vorzubereiten. Im 5. und ggf. 6. Weiterbildungsjahr sollte das jährliche Gespräch zum Weiterbildungsabschnitt daher beinhalten, ob der Weiterzubildende nun geeignet ist, die Facharztanerkennung Radiologie zu erwerben. Nach Abschluss des Gespräches und Feststellung durch die Weiterbildungsbevollmächtigten über die Facharztreife des Kandidaten ist das Weiterbildungszeugnis in Ergänzung zum E-Logbuch auszustellen.
4. Befundbesprechungen und Fallkonferenzen
Die Befundbesprechungen und Fallkonferenzen mit zuweisenden Kliniken und Praxen dienen dem regelmäßigen Austausch von Erkenntnissen und Erfahrungen. Sie unterstreichen die Präsenz der Radiologie im klinischen Alltag und sind ein wichtiges Kommunikationsforum.
5. Bereitschaftsdienst
Die regelmäßige Teilnahme am Spätdienst, Nachtdienst und Wochenenddienst ist integraler Bestandteil der Weiterbildung.
Die Einteilung erfolgt entsprechend der Weiterbildungsstufe. In der Regel sollten Ärzte in Weiterbildung die Weiterbildungsabschnitte in Radiographie/DL und Computertomographie abgeleistet haben, bevor sie für den Bereitschaftsdienst eingeteilt werden.
6. Hospitationen
Sonographie:
Da im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie keine Sonographieleistungen erbracht werden, wird diesbzgl. die Ausbildung über eine Hospitation in der Klinik für Gefäßchirurgie und/oder Klinik für Innere Medizin der Ammerland-Klinik sichergestellt und mittels Zeugnis am Ende Rotation attestiert.
Im Vorfeld dieses Ausbildungsabschnittes ist es sinnvoll bereits eine Kursweiterbildung „Grundkurs Abdomen-Sonographie“ bzw. „Grundkurs Farb-Duplexsonographie“ zu absolvieren, beispielsweise im Rahmen der „Woche der Praktischen Medizin der AEKN“ Insel Langeoog oder In-House-Schulung OA Dr. Wiemann (Innere Medizin/Gastroenterologie).
Empfohlene Literatur:
1. Schnittbildanatomie:
- Taschenatlas der Schnittbildanatomie Band I und II, Möller-Reif, Thieme Verlag
- Möller-Reif, CT und MRT Normalbefunde, Thieme Verlag
- Möller-Reif, Röntgen Normalbefunde, Thieme Verlag
- Möller-Reif, Taschenatlas Einstelltechnik, Thieme Verlag
2. Computertomographie:
- Galanski-Prokop, Ganzkörper-Computertomographie, Thieme Verlag
3. Ultraschall:
- Delorme-Debus, Ultraschall-Diagnostik, Duale Reihe Thieme Verlag
- Hofer, FKDS-Trainer (Farbkodierte Duplexsonographie), Didamed Verlag
4. Magnetresonanztomographie:
- Schild, MRI made easy, Schering
- Cardoza-Herfkens, MRT Basiskurs US Art, Thieme Verlag
- Reimer-Parizel-Stichnoth, Klinische MR-Bildgebung, Springer Verlag
5. Thoraxdiagnostik:
- Lange Radiologische Diagnostik der Thoraxerkrankungen; Thieme Verlag
6. Technik:
- Laubenberger, Technik der Medizinischen Radiologie, Deutscher Ärzteverlag
7. Skelettradiologie:
- Greenspan, Skelettal Radiology, Urban und Fischer
- Bohndorff, Radiologische Diagnostik der Knochen und Gelenke. Thieme Verlag
- Helms, Fundamentals of Skelettal Radiology, Saunders
8. Für die Themen Mammadiagnostik, Neuroradiologie, Kinderradiologie, Angiographie eignen sich die Bände der Referenzreihe Radiologie (RRR) aus dem Thieme Verlag.
9. Als Fallsammlungen für die Facharztprüfung eignen sich Aunt Minnie’s Atlas of Imaging Specific Diagnosis und der Radiologietrainer in 3 Bänden von Stäbler und Ertl-Wagner aus dem Thieme Verlag sowie online-Fallsammlungen des dkfz
Zeitliche Gliederung der Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie der Ammerland-Klinik (Muster)
1-6. Monat Röntgen und Durchleuchtung
7.-18. Monat Computertomographie, Notfalldiagnostik (Rö/DL/CT)
19.-30. Monat MRT
31.-42. Monat Angiographie und CT-Interventionen
43.-48. Monat Mammographie
49.-54. Monat Sonographie (Hospitation)
55.-60. Monat Wiederholung, Vertiefung im SchwerpunktStellenantritt 01.01.2024
Einführungstag 02.01.2024
EDV-Schulung Teil 1 16.01.2024
EDV-Schulung Teil 2 14.05.2024 (Refresher-Kurs) -
Urologie
Facharztausbildung
Die Facharztausbildung zur Urologin (zum Urologen) erfolgt strukturiert und richtet sich nach den Vorgaben der German Society of Residents in Urology (GeSRU) und dem European Board of Urologists (EBU).
Curriculum:
Alle Aspekte der Facharztausbildung werden mit kompletter Weiterbildungsermächtigung abgedeckt. Dabei gibt es klare Tätigkeitsprofile in Abhängigkeit des Weiterbildungsjahres. Diese richten sich nach der modularen Struktur der GeSRU wobei chirurgische Assistenzen, Ultraschall, Röntgen, Zystoskopie, Nephrostomieanlagen und Harnleiterdarstellungen mit Schieneneinlagen sowie Prostatastanzbiopsien und Zystostomien. Schwerpunkte des 1. Ausbildungsjahres sind. Im 2. Jahr folgen kleine bis mittlere offen operative Eingriffe, transurethrale Resektionen, Ureterorenoskopien und Urodynamik. Mittlere bis große operative Eingriffe wie Prostataadenomenukleationen, offen und laparoskopische Nephrektomien, Nierenteilresektionen, Nierenbeckenplastiken, Lymphadenektomien u.a. werden nachfolgend erlernt. Im letzten Ausbildungsjahr und nach dem Facharzt werden radikale Prostatektomien, Zystektomien, PNL u.a durchgeführt. Es wird darauf geachtet, einzelne Operationsschritte je nach Schwierigkeitsgrad entsprechend einer modularen Struktur bereits frühzeitig durchzuführen (z.B. Lymphadenektomie bei der Prostatektomie oder Trokarplatzierung bei laparoskopischen Eingriffen). Bestimmte Interessen wie Beckenbodenchirurgie und Urogynäkologie, Prothetik, Harnröhrenchirurgie oder Kinderurologie werden individuell unterstützt.
Weiterbildungsgespräche:
Im Rahmen eines strukturierten, halbjährigen Gesprächs mit dem Dienstvorgesetzten erfolgt eine regelmäßige Standortbestimmung aller Mitarbeiter. In Übereinstimmung mit den Zielen des Arbeitgebers werden Ziele des Mitarbeiters vereinbart und der Progress der Ausbildung dokumentiert. Das Musterlogbuch der ÄK dient als Grundlage der fachlichen Statuserhebung. Neben der Ausbildung werden mögliche fachübergreifende persönliche Ziele wie Promotion, Masterstudiengang, Erlernung bestimmter operativer Techniken o.a. besprochen. Möglichkeiten der allgemeinen, fachlichen und beruflichen Qualifizierung sowie Aufstiegs- und Karrierechancen sollen erörtert werden. Im Rahmen der Gespräche wird das Erreichen des Ausbildungsziels und definierter weiterer Ziele beurteilt.
Zusatzqualifikationen und Zusatzbezeichnungen:
Es besteht eine komplette Weiterbildunggenehmigung. Die volle Weiterbildung besteht prinzipiell auch für die Medikamentöse Tumortherapie und Andrologie. Durch eine enge Koperation mit niedergelassenen Urologen mit regelmäßiger Möglichkeit von Praxisvertretungen kann eine gezielte Vorbereitung auf eine eventuelle Niederlassung erfolgen. Promotionen sowie Fort- und Weiterbildung werden deutlich unterstützt.